Vogalonga

Vogalonga bedeutet „das lange Ruder“ und bezeichnet eine Veranstaltung in der Lagune von Venedig, bei der nur Muskelkraft betriebene Boote zugelassen sind. In diesem Jahr nehmen etwa 2000 Boote und 8000 Teilnehmer teil. Es handelt sich bei den Fahrzeugen um Kanus, Ruderboote, Drachenboote und Gondeln.

Die Veranstaltung findet zum Teil vor historischen Kulissen wie z.B. dem Markusplatz statt, führt aber auch weit hinaus in die Lagune, wo nur noch Salzwiesen den Hintergrund bilden. Viele Mannschaften sind traditionell gekleidet (besonders die der Gondeln). Eine ziemlich bunte Veranstaltung also, die zum genüsslichen Schauen oder Fotografieren einladen würde, müsste man nicht laufend nach allen Seiten Ausschau halten.

Die Mischung der Bootstypen macht es nämlich notwendig, dass alle konstruktiv zusammen arbeiten, damit die Fahrt für alle klappt. Die großen Boote, wie speziell die Ruderboote, sind nicht nur sehr lang sondern auch breit. Hinzu kommt, dass die Dinger sehr viel schneller sind als z.B. ein Kajak.

Wenn ein solches Boot von hinten heranfährt, kommt es nur vorbei, wenn die langsamen vorn (also z.B. wir 😉 aus dem Weg fahren?!

Eine gute Voraussetzung fürs Überleben im Pulk, ist jedenfalls ein zusätzliches Augenpaar am Hinterkopf des Kanuten 😉

Systeme in denen sich alle Teilnehmer gegenseitig beeinflussen gelten als chaotisch. Das beschreibt das Geschehen bei der Vogalonga ziemlich treffend aber auch nur zum Teil 😉

Der Rest ist einfach nur große Freude an der Bewegung, den vielen Farben, der guten Stimmung, dem sonnigen Wetter, der fantastischen Kulisse der Lagunenstadt, der lauten Musik und daran, dass wir unser Schwesterschiff Tami mit Ingrid und Manne vom Kanu Laiz über die gesamte Strecke nicht aus den Augen verlieren 😉

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