Die Geisterinsel

Nach stürmischer Überfahrt begrüßt uns Fjårdlång mit einem trostlosen, unaufgeräumten Eindruck. Alles wirkt, als ob gerade jede Tätigkeit unterbrochen wurde und die Dinge gerade da wo sie waren fallen und liegen gelassen wurden. Wir treffen auf der nicht kleinen Insel auf nicht eine Person.

Beim Rundgang zur Jugendherberge und der Bäckerei der gleiche Eindruck. Die Häuser sind alle abgeschlossen. Die Wege und die Wiesen sind aber gemäht. Wo hatte man nochmal Wally den Mähroboter vergessen?

Ich muß an den alten Film denken, in dem Schiffbrüchige sich gerettet wähnen, bis sie auf der menschenleeren Insel eine Atombombe auf einem Turm entdecken und realisieren, dass sie auf dem Bikini-Atoll gestrandet sind, wo sie nun an einem Atombomben-Test teilnehmen sollen.

Zum Glück gibts keinen Turm und hoffentlich auch keine Atombombe 😉

Dafür treffen wir endlich jemanden der erzählt, dass die Betreiber des Bed&Breakfast vor drei Jahren aufgegeben haben. Seit dem ist die Insel in diesem jämmerlichen Zustand. Die Schärengarten Webseite preist allerdings noch immer alle Dienste an wie zu den Glanzzeiten des Eilandes?!

Zum Glück haben wir genug Proviant und Brauchwasser an Board.

Während wir auf der Wiese faulenzen, kommt doch der eine oder andere Segler vom Naturhafen im Norden Richtung Fähranleger vorbei. Und sogar die holländische Familie, die seit Nåtterö synchron mit uns die Campings wechselt, steht plötzlich neben unserem Zelt. Sie bleiben aber nicht, sondern wollen mit der nächsten Fähre zurück nach Utö.

Also ist’s doch keine wirkliche Geisterinsel, hoffen wir für die Zeit nach Mitternacht auf der riesigen Wiese, auf der heute wiedermal nur ein Zelt steht 😉

2 Replies to “Die Geisterinsel”

  1. Hallo Peter,
    Das ist doch richtig Reiseabenteuer! Raue See, geheimnisvolle Inseln….da gibt es doch diese Krimireihe?🤔
    Lustig ist doch, dass man auf solchen Touren manchen Leuten mehrmals begegnet. Euch Seebären weiterhin viel Spaß!

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