… dachte sich der Herzog Louis und bestellte im Jahr 1375 selbigen 104 Meter langen und 5 Meter hohen, apokalyptischen Teppich nach der Offenbarung des Johannes.
Teppiche waren wohl gerade große Mode – jedenfalls zierten sie bisher jedes Schloss, das wir besucht haben.
Der Teppich vom Louisel aber passte komischerweise irgendwie nirgends hin. Er wurde daher lange nur aufbewahrt, dann in den Wirren der französischen Revolution zerstückelt und zweckentfremdet und schließlich wiederentdeckt. Im Chateau d’Angers hat man nun tatsächlich ein Gebäude eigens für die Präsentation des guten Stücks gebaut.
Schon bei der Besichtigung der anderen Schlösser haben wir uns gewundert, dass man über die Weber der Teppiche im Gegensatz zu den Malern dieser Zeit nix weiß?! Von diesem Teppich weiß man es. Der Pariser Kunstweber Robert Poincon hat ihn nach Vorlagen von Henneguins von Brügge in nur 7 Jahren hergestellt.
Neben dem Teppich – unserem Highlight in Angers – hat uns die Altstadt mit seinen verwinkelten Gassen gut gefallen. Die Kathedrale ist innen durch ihre Höhe und lichte Stimmung beeindruckend, von außen durch einen letztes Jahr errichteten Überbau des Portals verhunzt.














Durch die vielen Zuflüsse gleicht die Loire nun nicht mehr einer Sandwüste sondern einem Fluß wie dem Rhein auch wenn die Ufer nach wie vor natürlich und nicht befestigt sind.
Der Radweg hat an Qualität eingebüßt. Heute gab es zwei Stellen mit tiefem Sand, die auch gleich das Vorderrad aus der Spur brachten. Folge staubige Radlhosen ein aufgeschlagenes Knie und eine lädierte Rippe 🙁